02.07.2010 17:07 |

Mord an Teenager

15-Jähriger in London auf Schulhof erstochen

Die Serie von tödlichen Messerstechereien unter Jugendlichen in London reißt nicht ab: Ein 15 Jahre alter Schüler wurde am Freitag auf dem Pausenhof einer Sonderschule für Schwererziehbare erstochen. Er ist in diesem Jahr bereits der dreizehnte ermordete Teenager in der britischen Hauptstadt.

Vor dem morgendlichen Unterrichtsbeginn brach plötzlich ein Kampf zwischen Jugendlichen aus. Als die Polizei an der Sonderschule Park Campus eintraf, lag der 15-Jährige mit mehreren Stichen blutüberströmt auf dem Boden. Im Krankenhaus konnten die Ärzte nur mehr seinen Tod feststellen. Ein weiterer Teenager, der schlichtend in den Konflikt eingreifen wollte, wurde mit mehreren Stichen im Arm verletzt. Scotland Yard nahm drei Tatverdächtige fest.

Drei Männer lauerten dem Jugendlichen auf
Augenzeugen zufolge sollen drei Männer dem 15-Jährigen in einem Wagen aufgelauert haben. Eine Lehrerin soll den Messerangriff noch mitbekommen haben - allerdings zu spät, um noch rechtzeitig zu reagieren. Schüler und Lehrer stünden nach "dieser schrecklichen Tragödie" unter Schock, sagte Schulleiter Richard Leonard.

Polizei kämpft seit zwei Jahren gegen Gangs
Polizei und Schulbehörden versuchen im Süden Londons seit dem Anstieg der Morde unter Teenagern in den vergangenen beiden Jahren, rivalisierende Gangs auseinanderzutreiben und Jugendliche zu entwaffnen. Auffällige Jugendliche werden aus dem Unterricht an allgemeinen Schulen genommen. Park Campus ist die erste Sonderschule, an der 80 junge Leute wieder auf einen gewaltfreien Pfad gebracht werden sollen.

Für Aufsehen hatte zuletzt ein tödlicher Angriff im Londoner Bahnhof Victoria gesorgt. Ein Mob jagte einen 15-Jährigen mitten in der abendlichen Rush-Hour und erstach ihn. Die Polizei hat bisher 19 Teenager wegen der Tat angeklagt. Auf dem Bahnhof kam es seither wiederholt zu Tumulten zwischen Jugendlichen und der Polizei.

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