Er ist von Kindesbeinen an Fan von Ritterspielen. So gesehen wundert es nicht, dass ein 56-jähriger Außerferner ein ganzes Arsenal von Waffen in seiner Wohnung hortete. Das Problem: Gegen den Mann besteht seit Jahren ein aufrechtes Waffenverbot. Nun wurde der Tiroler zu einer Geldstrafe verurteilt.
Es waren Schießvideos, die den 56-Jährigen im Oktober des Vorjahres zum Verhängnis wurden. Er schickte die Filmchen selbst via WhatsApp an Freunde und Bekannte, bedachte dabei aber wohl nicht, dass sie aufgrund einer anonymen Anzeige auch der Polizei in die Hände fallen können.
Gegen Tiroler besteht seit Jahren ein Waffenverbot
Im Zuge der Erhebungen wurden die Beamten auf das seit 2012 bestehende Waffenverbot aufmerksam und fanden in der Wohnung des Außerferners ein riesiges „Privatarsenal“ mit nicht weniger als 67 Waffen.
Gegenstände bei Showkämpfen verwendet
„Ich bin schon schuldig, aber viele Schwerter und Degen sind Imitate“, meinte der Pensionist vor Richterin Heide Maria Paul. Es seien dies nur Deko-Gegenstände, mit denen er bei Showkämpfen auch Kinderaugen zum Strahlen brachte.
„Ich bin lediglich ein Sammler“
In der Wohnung des Angeklagten fanden die Ermittler aber auch eine Stahlrute und historische Flinten samt Munition, die selbst mit Waffenpass verboten sind. „Ich bin aber bei Gott kein Waffennarr, sondern lediglich ein Sammler“, betonte der 56-Jährige.
Richterin Paul verhängte über den bereits vorbestraften Mann schließlich eine Geldstrafe in der Höhe von 2700 Euro. Der Außerferner nahm das Urteil sofort an, dieses ist aber noch nicht rechtskräftig.
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