01.01.2020 20:44 |

Als elfter Bundesstaat

Cannabis-Konsum ab sofort auch in Illinois legal

Mit Illinois im Mittleren Westen hat der bereits elfte US-Staat seine Drogenpolitik neu ausgerichtet. Am Neujahrstag trat ein Gesetz in Kraft, das Menschen ab 21 Jahren den Erwerb und Konsum von Marihuana zu Genusszwecken erlaubt. Die Liberalisierung bedeutet gleichzeitig die Begnadigung von Hunderttausenden Bürgern, die wegen geringerer Vergehen im Zusammenhang mit Cannabis-Konsum verurteilt worden sind.

Konkret bedeutet die Freigabe, dassab sofort jeder Einwohner ab 21 Jahren bis zu 30 Gramm Cannabis, fünf Gramm Cannabis-Konzentrat oder 500 Milligramm des Cannabis-Wirkstoffs THC besitzen. Menschen, die nicht ihren Wohnsitz in Illinois haben, aber sich dort aufhalten, dürfen bis zu 15 Gramm Cannabis mit sich führen.

Lange Schlangen vor Verkaufsstellen
Außerdem vergibt die Regierung nun Lizenzen für den Anbau und den Vertrieb von Marihuana. In der Metropole Chicago bildeten sich am Mittwoch schon in den frühen Morgenstunden lange Schlangen mit Hunderten Menschen vor legalen Cannabis-Verkaufsstellen.

Gouverneur: „Stellen Rechte vieler Zehntausender Bürger wieder her“
„Wir stellen die Rechte von vielen Zehntausenden Bürgern von Illinois wieder her“, kommentierte Gouverneur Jay Robert Pritzker die Cannabis-Legalisierung. „Wir bringen Regulierung und Sicherheit in einen zuvor unsicheren und illegalen Markt. Und wir schaffen eine neue Industrie, die Gerechtigkeit zu ihrem Kern macht.“

Vor Illinois haben schon zehn andere US-Bundesstaaten sowie Washington D.C. Cannabis als Genussmittel legalisiert. In 34 Bundesstaaten sowie in der US-Hauptstadt ist der Cannabis-Konsum aus medizinischen Gründen erlaubt. Die US-Drogenbekämpfungsbehörde DEA stuft Marihuana aber weiterhin als eine ebenso gefährliche Substanz ein wie LSD oder Heroin.

Studie: Positive wirtschaftliche Effekte durch Liberalisierung
Eine im August veröffentlichte Studie der US-Behörde für Krankheitsbekämpfung (CDC) ergab jedoch, dass die Legalisierung von Marihuana als Genussmittel Todesfälle im Zusammenhang mit dem Konsum von Opioiden wie Fentanyl um mindestens 20 Prozent verringere. Außerdem habe die Legalisierung positive wirtschaftliche Effekte in Form neuer Arbeitsplätze und höherer Steuereinnahmen.

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