Regie wird dabei erstmals Robert Herzl führen. "Es war für mich eine wahnsinnige Freud' und Ehre und ich bin sehr stolz und glücklich, dass eben die Verantwortlichen der Passionsspiele zu mir gekommen sind und gesagt haben, sie wollen etwas Neues machen", so Herzl. Bisher wurde die Regie ebenso wie die Darstellung von Laien vorwiegend aus dem Ort übernommen.
Neue Wege gehen, aber nicht ohne das Alt-Hergebrachte
Angst, dass nun ein bekannter Regisseur die Passionsspiele ganz anders aufziehen könnte und die St. Margarethener vor eine komplett andere Inszenierung stellen könnte, brauche man laut Herzl nicht haben: "Ich werde wirklich versuchen neue Wege zu gehen, ohne das Alt-Hergebrachte und das, was die Passion ausmacht, in irgendeiner Weise zu vernachlässigen."
Auf kritische Stimmen aus der Bevölkerung - viele Menschen sind seit Jahrzehnten dabei - wird der Regisseur gerne hören, denn "ohne Kritik geht goa nix". "Natürlich muss man dann, wenn man von etwas überzeugt ist, das auch durchsetzen, aber ich bin ja nicht alleine", verwies Herzl auf die Verantwortlichen der Passionsspiele, allen voran Pfarrer Georg Lang. "Ich bin kein Einzelkämpfer, wir sind ein Team und ich hoffe, ich werde auch die Mitwirkenden davon überzeugen können, dass das, was wir machen, gut ist."
Robert "Bobby" Herzl ist in St. Margarethen kein Unbekannter: Er war bereits in den Jahren 2002 ("Otello"), 2004 ("Aida"), 2007 ("Nabucco") und 2008 ("La Traviata") Regisseur der Opernfestspiele. Sein Steinbruch-Debüt gab der Künstlerische Leiter der Bühne Baden 1999 bei seiner Inszenierung von Mozarts "Zauberflöte".
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