In Jamaika verhaftet
Drogenboss Chris “Dudus” Coke in die USA ausgeliefert
Das US-Justizministerium bezeichnet Coke als einen der "weltweit gefährlichsten" Drogenbarone. Coke soll seit 1990 einen international agierenden Drogenring namens The Shower Posse anführen, der laut US-Ermittlern Marihuana und Crack vor allem in den Großraum New York liefert.
Gegen den 42-Jährigen wird in New York wegen Drogen- und Waffenschmuggels ermittelt. Im Fall einer Verurteilung droht ihm lebenslange Haft. Bereits Cokes Vater, Jim Brown, war Boss einer Drogenbande und kam 1992 bei einem Gefängnisbrand ums Leben, als er auf seine Auslieferung in die USA wartete.
Politik und organisiertes Verbrechen waren in Jamaika in den 70er- und 80er-Jahren eng verschlungen. Die beiden großen Parteien sollen bewaffnete Banden in den Elendsvierteln unterstützt haben, wofür diese bei Urnengängen Wähler einschüchterten. Die politische Gewalt ging danach zurück, die Banden spezialisierten sich auf Drogenschmuggel und Erpressung.
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