21.12.2019 08:36 |

Aufwendige Rettung

Fünf Wintersportler verirrten sich im Gelände

Trotz widriger Wetterverhältnisse wie starker Südföhn, Regenfall und im Bereich der Aufstiegsroute erheblichen Lawinengefahr waren am Freitag fünf Skitourengeher bzw. Scheeschuhwanderer aus Tschechien im Bereich Bsuchalm-Nürnberger Hütte in Neustift im Tiroler Stubaital unterwegs. Sie verirrten sich und mussten in der Nacht geborgen werden. Für die Einsatzkräfte ein sehr schwieriges Unterfangen! 

Die tschechische Gruppe bestand aus vier Frauen und einem Mann zwischen 20 und 25 Jahren sowie einem Hund. Bei einbrechender Dunkelheit verloren sie plötzlich die Orientierung und kamen aufgrund von Erschöpfung nicht mehr weiter. Sie setzten einen Notruf ab.

Widersprüchliche Angaben, Verständigungsprobleme, fehlener Empfang
Zwischenzeitlich hatte sich die Gruppe in zwei Teile zu zwei bzw. drei Personen gesplittet. Dies erschwerte die Suche nach ihnen erheblich, wie die Polizei mitteilt. Aufgrund von widersprüchlichen Angaben der Melderin, Verständigungsproblemen und fehlender Mobilfunknetzabdeckung konnte der Standort der Personen vorerst nicht ausgeforscht werden.

Bergretter stiegen trotz widrigster Witterungsbedingungen auf
Nach intensiver Vorbereitung sowie Materialnachforderung seitens der Bergrettung stiegen gegen 20.40 Uhr drei Mann der Bergrettug Neustift in Richtung der Vermissten auf - und zwar trotz nach wie vor herrschender widrigster Witterungsbedingungen und hoher Lawinengefahr.

Um 21.18 Uhr fanden die Bergretter einen Teil der Gruppe. Die weiteren Mitglieder konnten gegen 22.28 Uhr bzw. 23.24 Uhr auf einer Seehöhe zwischen 1800 und 2000 Metern angetroffen werden. 

Alle fünf Wintersportler konnten in Sicherheit gebracht werden
Letztlich konnten alle Wintersportler um 2.20 Uhr in sicheres Gelände gebracht werden. Mit starken Unterkühlungen wurden sie der Rettung übergeben und ins Krankenhaus Hall zur weiteren Behandlung gebracht. 

Am Einsatz beteiligt waren 15 Bergretter der Ortsstelle Neustift im Stubaital, ein Bergretter und ein Bergrettungsarzt der Ortsstelle Steinach am Brenner, Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Neustift im Stubaital, Sanitäter der Rettung Fulpmes, ein Alpinpolizist sowie Polizeibeamte der Inspektion Neustift im Stubaital. 

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