21.12.2019 11:30 |

Bilanz

Netzwerk Tirol half in zehn Jahren 14.000 Mal

Von Tirolern, für Tiroler. Das ist die zentrale Ausrichtung des „Netzwerk Tirol hilft“. LH Günther Platter hat die Hilfsorganisation vor zehn Jahren initiiert. Die Jubiläums-Bilanz beeindruckt: 14.000 Mal wurde unbürokratisch geholfen. Die in Tirol so teuren Wohnkosten sind für viele in Not geratene Menschen die größte Sorge.

Eine junge Mutter steht mit drei kleinen Kindern ganz plötzlich alleine da. Der Mann und Ernährer der Familie starb bei einem Unfall. Es sind Geschichten wie diese, die Netzwerk-Koordinator Herbert Peer auf den Plan rufen. Unbürokratische Hilfe in Ausnahmesituationen – dafür sammelt Peer seit zehn Jahren Spenden. „Tirol hat ein sehr gutes Sozialsystem. Doch es wird nie 100 Prozent abdecken können. Es gibt unerwartete Notfälle, die zusätzliche Hilfsangebote erfordern“, hält LH Günther Platter jenen entgegen, die das „Netzwerk Tirol hilft“ vor allen in den Anfängen als Almosenstelle des Landes sahen.

Vernetzung mit 40 Hilfseinrichtungen
Kein anderes Bundesland hat eine vergleichbare Einrichtung. Mit Herbert Peer wurde ein Koordinator gefunden, der durch seine 12-jährige Arbeit für „Licht ins Dunkel“ Erfahrung in nachhaltiger Hilfe hat. „Wir schütten nicht einfach Geld aus, sondern schauen genau hin, welche Unterstützung jemand braucht. Wir sind mit rund 40 Hilfsorganisationen und Beratungsstellen vernetzt und lotsen die Menschen zur passenden Einrichtung“, beschreibt Peer seine Arbeitsschwerpunkte.

Von 400 auf 1800 Ansuchen im Jahr
Im ersten Jahr wurden 400 Hilfsansuchen gestellt. Mittlerweile sind es jedes Jahr rund 1800. Peer: „In den meisten Fällen geht es um Wohn- und Energiekosten, die nicht mehr bezahlt werden können. Oft sind es aber auch Betreuungskosten sowie Anschaffungen für kranke oder behinderte Menschen“, umreißt Peer die Themenfelder. Alleinerzieherinnen und Mindestrentner gehören zu den Personengruppen, die besonders oft Unterstützung brauchen. In Summe wurde in zehn Jahren 14.000 Mal finanzielle Hilfe gewährt – meistens als Sachleistung. „Aus unserer Erfahrung macht das sehr oft Sinn“, sieht Peer auch die neue Sozialhilfe mit dieser Gewichtung auf einem guten Weg.

400.000 Euro werden pro Jahr ans „Netzwerk Tirol hilft“ gespendet. Großspender sind Firmen und andere Institutionen. Peer berichtet aber auch von vielen privaten Unterstützern: „Es rührt mich immer sehr, wenn jemand zu seinem Geburtstag auf Geschenke verzichtet und lieber Spenden sammelt.“

Claudia Thurner
Claudia Thurner
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