Ölpest vor US-Küste
Absaugtrichter nach Roboter-Panne wieder im Einsatz
Thad Allen, Admiral der Küstenwache, sagte, zuvor sei die Versorgung der Anlage mit Warmwasser wegen aufsteigenden Gases ausgefallen. Deshalb drohte die Vereisung des Trichters - BP musste ihn daraufhin entfernen.
Durch den Trichter konnten zuletzt 2,6 Millionen der bis zu zehn Millionen Liter Öl abgesaugt werden, die insgesamt am Tag austreten. Der Mitarbeiter auf dem Schiff teilte mit, dass es einige Zeit dauern werde, bis die Anlage wieder mit voller Kapazität arbeitet.
US-Gericht hebt Bohrstopp auf
Am Dienstag hatte ein US-Gericht den von US-Präsident Barack Obama verhängten Öl-Bohrstopp im Golf von Mexiko per einstweiliger Verfügung aufgehoben. Das sechsmonatige Moratorium, mit dem Obama auf die verheerende Ölpest im Golf reagiert hatte, sei rechtswidrig, entschied ein Bundesgericht in New Orleans und entsprach damit der Klage von 32 Öl-Unternehmen (siehe Infobox).
Das Weiße Haus kündigte an, gegen das Urteil Berufung einzulegen. Außerdem gerät Richter Feldman selbst immer mehr unter Beschuss. Wie am Dienstag bekannt wurde, hat er in der Vergangenheit in die Ölbranche investiert und dabei auch Aktien von Transocean, der die gesunkene Bohrplattform Deepwater Horizon gehörte, gehalten (siehe Infobox).
Bereits Millionen Liter Öl im Meer
Die Deepwater Horizon war am 20. April explodiert und zwei Tage später gesunken. Seitdem sprudeln Millionen Liter Rohöl aus dem lecken Bohrloch ins Meer und verschmutzen die Küsten. BP sieht sich wegen seines Krisenmanagements massiver Kritik ausgesetzt.
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