Die Geschwornen hatten den heute 20-Jährigen schon einmal schuldig gesprochen. Doch wegen eines Formalfehlers des Richters hob der Oberste Gerichtshof die Strafe auf. Der Kärntner bekam daher nun die Chance, die Bluttat neuerlich zu erklären – das hatte er bisher nicht getan.
"Ich kann es nicht", sagt er wieder. "Es tut mir so leid, ich habe ein Leben zerstört." Er habe das Opfer gar nicht gekannt. Bei der Auseinandersetzung "muss ich im Rausch und aus Angst vor Prügeln das getan haben". "Das" ist Mord.
Kopf wie Fußball eingetreten
"Er hat auf den Kopf des anderen eingetreten wie auf einen Fußball", schildern Zeugen. "Was soll man mit einem machen, der nicht weiß, was er tut?", wird der Jugendliche, der auch schon in einem afrikanischen Arbeitslager war, gefragt. "Gerecht bestrafen und eine Therapie machen lassen."
14 Jahre Haft und die Einweisung in eine Anstalt empfindet er allerdings als unfair: Berufung.
von Kerstin Wassermann, "Kärntner Krone"
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.