09.12.2019 12:43 |

Kein Happy End

Weihnachtsmarkt-Waschbär von Jäger erschossen

Die Geschichte jenes Waschbären, der am Samstag im deutschen Erfurt über den Weihnachtsmarkt wankte, nachdem er sich offenbar an Glühwein und Punsch gütlich getan hatte, hat ein trauriges Ende genommen. Das Tier wurde offenbar nicht, wie ursprünglich geplant, ins Tierheim gebracht, um dort versorgt zu werden - vielmehr holte ein Jäger das Wildtier ab und erschoss es.

Der torkelnde Pelzträger hatte am Samstag auf dem Weihnachtsmarkt für großes Aufsehen gesorgt und zahlreiche Blicke auf sich gezogen, als er schwankend und wenig trittsicher nach einem Platz zum Ausrasten suchte. Das Tier dürfte zuvor an offenbar achtlos weggeworfenen Bechern mit Punsch und Glühwein genascht haben. Die Feuerwehr konnte das Tier, das sich vor einer Haustür niedergelassen hatte, wenig später einfangen.

Verwirrung um Unterbringung in Tierheim
Zunächst hieß es, der Waschbär werde zur weiteren Behandlung ins Tierheim gebracht - doch das Tierheim Erfurt selbst berichtete via Facebook laut Medienangaben - der Eintrag wurde mittlerweile gelöscht -, dass der Stadtjäger das Tier abgeholt und erschossen habe.

„Auf EU-Liste der invasiven Arten“
Es sei nie vorgesehen gewesen, dass der Waschbär ins Tierheim komme, sagte ein Sprecher der Stadt am Montag. Das Tier musste dem Jagdpächter übergeben werden, das schreibt eine EU-Verordnung vor: „Der Waschbär steht auf der EU-Liste der invasiven Arten." Der Verordnung nach müsse der Bestand dieser Tiere eingedämmt werden. Sie gelten als Gefahr für heimische Tierarten, etwa für Schlangen und Vögel.

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