"Eiserner" Boykott

Gemeinde droht mit Widerstand gegen den Ironman

Kärnten
17.06.2010 14:14
Da könnten die Organisatoren des "Ironman" noch Probleme bekommen: Die Gemeinde Rosegg droht mit einem Boykott des Sportspektakels, das heuer am 4. Juli gestartet werden soll. Weil einige Betriebe durch die stundenlangen Straßensperren wieder Umsatzeinbußen befürchten, wollen sie dafür eine finanzielle Abgeltung.

Rosegg hatte sich schon 2006 als einzige Gemeinde gesträubt, als sich der Ironman erstmals mit der Radstrecke vom Wörthersee an den Faaker See ausgedehnt hat. Begründung: Der Ort sei wegen der Totalsperre der Straße von 7 bis 17 Uhr im Gegensatz zu anderen Regionen mit dem Auto praktisch nicht erreichbar. 

Zum Mitmachen überredet wurde man durch eine Entschädigungszahlung der Veranstalter in Höhe von 5.000 Euro. Dafür wurden zum Teil Kosumationsgutscheine und Eintrittskarten für den Tierpark ausgegeben, der Rest wurde unter den Betrieben verteilt. Weil inzwischen auch andere Gemeinden Ansprüche auf Abgeltung stellen, wollen die Organisatoren diese überhaupt streichen.

Rosegger Tourismusreferent droht mit Boykott
Der Rosegger Tourismusreferent Günther Trodt protestiert dagegen und droht mit einem Boykott des "Ironman", was vor allem den Abzug der Streckenposten der Freiwilligen Feuerwehren bedeuten könnte.

Bei den Veranstaltern, die bei der Organisation eines Strecken-Festes behilflich sind, will man sich nicht erpressen lassen. "Die Gemeinden verdienen in den Vortagen, wenn die Teilnehmer die Stecke besichtigen, gut an der Veranstaltung", weiß Helge Lorenz.

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