Nach drei Jahren
Israel will Blockade des Gazastreifens lockern
Der Sonderbeauftragte des Nahost-Quartetts (UNO, USA, EU, Russland), Tony Blair, hatte am Vortag erklärt, Israel sei "prinzipiell" zu einer wesentlichen Lockerung der Blockade des von der radikal-islamischen Palästinenser-Organisation Hamas beherrschten Gazastreifens bereit.
Herzog erklärte, eines der Ziele der Blockade, die Freilassung des vor vier Jahren entführten israelischen Soldaten Gilad Shalit, sei bedauerlicherweise nicht erreicht worden. "Ich denke, wir haben der Europäischen Union, einschließlich Tony Blair, klargemacht, dass Israel die Art der Blockade ändern will, so dass Güter leichter in den Gazastreifen transportiert werden können." Man wolle sich bemühen, auf andere Weise zu gewährleisten, dass keine Waffen in das Palästinenser-Gebiet geschmuggelt werden.
Die radikal-islamische Hamas hatte 2007 gewaltsam die Kontrolle im Gazastreifen übernommen. Israel verhängte die Sanktionen nach eigenen Angaben, um die Hamas zu stürzen. Ein weiterer Grund war der andauernde Raketenbeschuss israelischer Grenzorte durch militante Palästinenser aus dem Gazastreifen.
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