Nach dem isländischen Vulkan sorgt nun der sinkende Euro-Kurs bei Urlaubern für Ärger. Denn wegen drohender Einbußen durch die Währungsschwankungen versuchen Reiseveranstalter, sich an den Kunden schadlos zu halten. Diese leidige Erfahrung musste ein Ehepaar aus dem Bezirk Mattersburg machen: Die beiden "Globetrotter", die um 7.000 Euro eine Tour durch Alaska und Kanada gebucht hatten, müssen jetzt 400 Euro nachzahlen.
"Als der Euro hoch im Kurs stand, hat kein Veranstalter daran gedacht, die Preise zu senken. Sobald der Wert aber sinkt, werden die Verluste gleich an die Kunden weitergegeben", wettert die Arbeiterkammer. Rechtlich gesehen haben Konsumenten jedoch oft wenig in der Hand gegen die umstrittenen Praktiken. "Verboten sind Preiserhöhungen erst ab dem 20. Tag vor Reiseantritt. Auch wenn die Kosten um mehr als zehn Prozent angehoben werden, kann der Kunde vom Vertrag zurücktreten", heißt es.
von Karl Grammer und Gernot Buchegger, Kronen Zeitung
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