Seltene Einblicke

Schau in Eisenstadt visiert “Esterhazy-Glanzlichter” an

Burgenland
11.06.2010 18:29
"Glanzlichter des Hauses Esterhazy" erstrahlen bei der gleichnamigen Ausstellung im Schloss in Eisenstadt, die am Freitagnachmittag eröffnet worden ist. In wiederhergestellten Schlossräumlichkeiten werden aus dem Besitz der Fürsten ausgewählte Kunst- und Gebrauchsgegenstände gezeigt, die in den vergangenen Jahren in Depots ruhten. Wenige Meter vom Schloss entfernt stehen in der Ausstellung "Central Europe Revisited III" junge Künstler mit ihren Werken im Mittelpunkt.

Nach der im Vorjahr abgeschlossenen Restauration der Sala Terrena, die zu ebener Erde einen Durchgang vom Schlosshof in den Park bildet, wurde nun im ersten Stock eine weitere Etappe der Umgestaltung des Schlosses fertiggestellt. Durch die Entfernung zweier Mauern bietet sich dem Betrachter nun vom Haydnsaal aus durch die wiederhergestellte Säulenhalle ein Blick durch Glastafeln in den Schlosspark. Die Säulenhalle ist auch der Angelpunkt der "Glanzlichter"-Ausstellung: Sie beherbergt nun jene Statue von Leopoldine, der Tochter des Fürsten Nikolaus II., die einst im Leopoldinentempel des Schlossparks aufgestellt war. Die Schau erstreckt sich über zehn Räume, wobei Wandbemalungen und Fußbodenschüttungen aus mehreren Epochen freigelegt wurden.

Jubilarin Melinda Esterhazy ist eigener Raum gewidmet
Ein eigener Raum ist Melinda Esterhazy gewidmet, die zu Pfingsten ihren 90. Geburtstag feierte. Die Jubilarin wird jedoch nicht als Fürstin an der Seite ihres Gemahls gezeigt, sondern sehr persönlich auf einzelnen Stationen ihrer Jugendzeit als Tänzerin, Primaballerina sowie in einigen erhaltenen Filmsequenzen dargestellt. "Wir wollen herausstreichen, dass sie eine sehr selbstbewusste und zielstrebige Frau war", erläuterte der Kurator der Ausstellung, Florian Bayer. Zu sehen bekommen Betrachter neben Wanddekorationen aus der Zeit des Fürsten Paul I. auch ein wertvolles Tafelsilber-Service aus der Manufaktur Würth, das gereinigt und restauriert wurde. Einen Blickfang stellt ein geschnitzter, mit Glaselementen besetzter und vergoldeter Tisch des venezianischen Künstlers Giuseppe Briati dar.

Junge Künstler bei "Central Europe Revisited III" im Fokus
Für den Besucher sind es vom Schloss nur wenige Schritte in die Haydngasse zur Ausstellung "Central Europe Revisited III", die von Lorand Hegyi kuratiert wurde. Gezeigt werden Werke von 24 jungen Künstlern aus dem mittel- und osteuropäischen Raum, die in den unterschiedlichsten Stilrichtungen arbeiten. Der Bogen spannt sich von Prominenten-Porträts über Holzschnitte und Malereien bis hin zu Fotografien der aus Serbien stammenden Künstlerin Katarina Radovic, die Situationen aus dem häuslichen Alltag mit Barbie-Puppen nachstellt. Die Ausstellung "Central Europe Revisited III" ist bis 1. November zu sehen. Die Schau "Glanzlichter des Schlosses Esterhazy" hat bis 19. Dezember geöffnet.

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