14.10.2019 15:52 |

Es lag in Tongefäß

Vergrabenes Baby in Indien lebendig gefunden

Eine unfassbare Geschichte hat sich in Nordindien zugetragen: Als eine Familie für ihre tot geborene Tochter ein Grab aushob, stieß sie auf einen lebendig begrabenen Säugling. Das Mädchen war in ein Gefäß aus Ton gelegt worden und atmetet noch. Die Kleine befindet sich nun in einem kritischen Zustand im Spital.

Das Mädchen lag in Bareilly im Bundesstaat Uttar Pradesh rund 60 Zentimeter unter der Erde. „Ich dachte zuerst, dass meine Tochter wieder lebt“, sagte der Vater des gestorbenen Kindes, Hitesh Kumar Sirohi, der Zeitung „Times of India“. „Ich rief sofort den Krankenwagen, um sicherzugehen, dass es überlebt.“ Seine Tochter war am vergangenen Donnerstag tot zur Welt gekommen.

In Indien werden einige Mädchen auch heute noch abgetrieben oder von ihren Familien getötet. Ein Grund dafür ist, dass Familien bei der Hochzeit ihrer Töchter oft eine hohe Mitgift zahlen müssen - obwohl diese Praxis schon seit Jahrzehnten verboten ist.

Baby brauchte als Frühgeburt weniger Sauerstoff
Das lebende Baby sei lediglich 1,1 Kilo schwer und in einem kritischen Zustand, hieß es. Laut den behandelnden Medizinern sei es wohl eine Frühgeburt gewesen - und das habe ihm wohl das Leben gerettet. Denn Frühchen bräuchten generell weniger Sauerstoff. „Es ist möglich, dass es lediglich ein paar Stunden begraben war“, sagte ein Arzt der „Times of India“.

Suche nach den Verantwortlichen läuft auf Hochtouren
Die Polizei sucht nun laut „Times of India“ nach der Person, die das Mädchen vergraben hatte. Sie analysiere dazu Bilder von Überwachungskameras eines nahe gelegenen Krematoriums.

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