Neue SPÖ-Anfrage:

Lange OP-Wartezeiten bleiben ein Politik-Reizthema

Oberösterreichs SPÖ ortet noch immer „mangelnde Transparenz bei OP-Wartezeiten“, also bei den Terminen für planbarer Eingriffe in den Spitälern. SPÖ-Gesundheitssprecher Peter Binder vermisst eine landesweite Übersicht. Erstmals fragt die SPÖ aber auch nach der Personalausstattung in den betroffenen Bereichen.

Seit 2016 fragt die SPÖ beim zuständigen Landesregierungsmitglied, das ist seit April 2017 Landesrätin bzw. LH-Vize Christine Haberlander (ÖVP), nach den Wartezeiten für die wichtigsten planbaren Eingriffe in sämtlichen oberösterreichischen Krankenhäusern ab. „Die Ergebnisse werden daraufhin (vom SPÖ-Landtagsklub) veröffentlicht (siehe zuletzt hier), um zumindest einmal jährlich einen transparenten Überblick über die Lage in Oberösterreich zu bieten“, wie SPÖ-Gesundheitssprecher Peter Binder betont.

„Keine Entspannung“
Sein Resümee aus den bisherigen drei Anfragebeantwortungen: „Im Wechsel der Jahre zeigen sich durchaus Veränderungen. Leider ist in Summe aber keine Entspannung erkennbar. es gibt immer noch Wartezeiten, die fast bis zu einem Jahr reichen“, so Binder.

Ergebnis Ende November
Auch heuer wieder hat Binder bei Haberlander mittels schriftlicher Landtagsanfrage nach den OP-Wartezeiten gefragt. Das Ergebnis sollte spätestens Ende November vorliegen.

Fragen nach Personalausstattung
Und diese werden diesmal noch interessanter als sonst. Denn die SPÖ fragt im Zusammenhang mit den Wartezeiten erstmals auch nach der personellen Ausstattung der jeweiligen Spitalsabteilungen, nämlich nach Dienstposten und der tatsächlichen Besetzung - aufgeschlüsselt nach Ärzten, Diplomkrankenpflegern, Pflegeassistenten und OP-Assistenten. Das könnte ziemlich aufschlussreiche Ergebnisse über die Personalsituation in zentralen Einrichtungen der Spitäler in Oberösterreich liefern. Da ist ja immer wieder von Personalmangel die Rede.

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

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