01.10.2019 15:20 |

Verletzte, Vermisste

140 Meter lange Brücke in Taiwan eingestürzt

Beim Einsturz einer Brücke im Osten Taiwans sind am Dienstag mindestens zwölf Menschen verletzt worden, für sechs Vermisste besteht kaum noch Hoffnung. Aufnahmen einer Überwachungskamera (siehe Video oben) zeigen den Moment, als das 140 Meter lange Bauwerk am Morgen im Hafen des Küstenortes Nanfangao ins Wasser krachte.

Die Trümmer fielen auf mindestens drei Fischerboote und einen Öltanker, der daraufhin in Brand geriet. Eine dichte, schwarze Rauchwolke zog über den Hafen. Später gelang den Einsatzkräften die Bergung eines Fischerbootes, das von den Brückentrümmern unter Wasser gedrückt worden war.

Weitere Boote wurden noch unter den Trümmern im Wasser des Fischereihafens von Nanfangao vermutet, sechs Ausländer wurden vermisst. Mehrere Stunden nach dem Unglück sagte ein örtlicher Behördenvertreter: „Es ist lange her, seit es passiert ist, und selbst wenn die Arbeiter den Einsturz selbst überlebt haben, dürfte die Luft nicht so lange reichen.“

Der örtliche Feuerwehrchef sprach von einer „komplizierten Rettungsaktion“, weil die verschütteten Schiffe in trübem Wasser lägen. Die Feuerwehr habe deswegen Kontakt zu Architektur- und Schiffsbauexperten aufgenommen. „Wir tun unser Bestes“, versicherte der Feuerwehrchef.

Brücke war erst 1998 errichtet worden
Verkehrsminister Lin Chia-Lung sagte vor Journalisten, für die 1998 errichtete Brücke sei von einer Lebensdauer von 50 Jahren ausgegangen worden. Bei der Untersuchung des Brückeneinsturzes würden nun die Wetterbedingungen in letzter Zeit, Erdbeben und vergangene Überprüfungen des Bauwerks berücksichtigt.

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