Vulkanaschewolke

EU will mit neuen Regeln Flugausfälle verringern

Ausland
22.05.2010 11:20
Mit neuen Richtlinien will die Europäische Union künftig Einschränkungen des Flugverkehrs durch Vulkanasche verringern. Die EU-Flugsicherheitsbehörde hat sich am Freitag mit der Kommission und der Flugaufsichtsbehörde Eurocontrol auf neue Vorgaben zur Bewertung der Risiken durch Verunreinigungen geeinigt.

So werde den nationalen Luftfahrtbehörden künftig ein größerer Ermessensspielraum eingeräumt. Damit sollten die Flugausfälle verringert und gleichzeitig höchste Sicherheit gewährleistet werden. Vorgesehen sei zudem die Schaffung eines europäischen Krisenkoordinationszentrums, um eine reibungslosere Reaktion auf Notsituationen wie die Aschewolke aus Island zu ermöglichen.

Nach den neuen Vorgaben wird der Luftraum künftig in vier statt bislang drei Zonen unterteilt sein. In der zusätzlichen "grauen" Zone werden Flüge unter bestimmten Voraussetzungen möglich sein, wobei örtliche Entscheidungsträger einen größeren Ermessensspielraum erhalten. 

Hohe Verluste für Airlines durch Flugverbote
Wegen der Vulkanasche aus Island hatten Mitte April in Europa tagelange Flugverbote die Flugpläne von Millionen Reisenden durchkreuzt und den Airlines hohe Verluste eingebrockt. Die Fluggesellschaften kritisierten die weitreichenden Flugverbote als überzogen, einige von ihnen fordern Schadenersatz für die entstandenen Ausfälle.

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