81 Millionen Euro - das ist das Mindeste, was die Klagenfurter Fußball-Arena im Endeffekt kosten wird; manche sprechen gar schon von bis zu 100 Millionen. Und da kommen noch die laufenden Kosten dazu; Unsummen, die der Steuerzahler berappen muss.
Doch es gibt auch positive Seiten; 28.000 begeisterte Fans zum Beispiel beim Cupfinale am Sonntag – sie erlebten ein Spiel in einem der schönsten Stadien Europas.
Dennoch muss endlich die Entscheidung fallen: Soll das "UFO" derart groß bleiben und um viel Geld endlich fertiggebaut werden? Oder will man es lieber – um ebenfalls sehr viel Geld – zurückbauen auf 12.500 Plätze.
Das war es nämlich, was die ursprünglich verantwortlichen Politiker, der verstorbene LH Jörg Haider und der abgewählte Bürgermeister Harald Scheucher, versprochen und mit ihrer Unterschrift besiegelt hatten. Und es ist nicht verwunderlich, wenn sich viele fragen, was die Unterschrift eines Politikers eigentlich wert ist, wenn sich später niemand mehr daran gebunden fühlt.
Jetzt gibt es nur noch einen Ausweg: Weil die Politik schon viel zu lange nicht in der Lage ist, endgültig Ja oder Nein zu sagen, sollte sie diese Verantwortung besser abgeben; am besten direkt an jene, die das alles auch bezahlen müssen.
Machen wir doch eine Volksbefragung über die Zukunft des "UFOs"!
Bei den enormen Summen, die dieser Prestigebau bis jetzt schon verschlungen hat und noch weiter verschlingen wird, kommt es auf die Kosten für eine solche Abstimmung nicht mehr an. Die Menschen im Land werden klar und deutlich sagen, was sie haben – und letztendlich auch zahlen – wollen: ein riesiges oder ein kleines Stadion in Klagenfurt. Lasst das Volk entscheiden!
von Hannes Mößlacher, "Kärntner Krone"
Soll es eine Volksbefragung geben? Stimm ab in der Infobox!
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.