18.09.2019 17:43 |

Küstenwache beschossen

Fischern aus Nordkorea droht lebenslange Haft

Jenen verhafteten Nordkoreanern, die laut dem russischen Inlandsgeheimdienst beim illegalen Fischen im Japanischen Meer erwischt wurden, droht nun eine lebenslange Haftstrafe. Die oberste Ermittlungsbehörde in Moskau teilte mit, dass sich die Festgenommenen wegen des Angriffs auf das Leben russischer Staatsschützer verantworten müssten. Es sei nämlich zu einem Schusswechsel mit verletzten Mitgliedern der Küstenwache gekommen.

War am Dienstag noch von 80 Festnahmen die Rede, gab der Geheimdienst am Mittwoch die Zahl der verhafteten Fischer mit 161 an. Zudem seien zwei Fischer- und elf Motorboote beschlagnahmt und nach Nachodka bei Wladiwostok gebracht worden (siehe Karte).

Tausende Fischer zeitweise in Haft
Das russische Außenministerium hatte nach dem Vorfall am Vortag den nordkoreanischen Gesandten zu einem Gespräch in Moskau einbestellt. Russland forderte Nordkorea demnach auf, solche Vorfälle in Zukunft zu verhindern. Russlands Fischereibehörde hatte auch nach Klagen einheimischer Unternehmer in diesem Jahr keine Fanglizenzen an die Nordkoreaner ausgegeben. Tausende Fischer aus Nordkorea wurden Medien zufolge heuer dort schon zeitweise festgenommen.

Fischereivereinigung beklagt ökologische Schäden durch Nordkoreaner
Der Chef der Vereinigung russischer Fischereiunternehmen in der fernöstlichen Region Primorje, Georgi Martynow, beklagte hohe ökologische Schäden durch die nordkoreanischen Fischer. Sie fischten mit in Russland verbotenen engmaschigen synthetischen Netzen. Mit diesen würden auch kleine Lebewesen aus dem Meer geholt.

Zudem würden die Netze einfach im Meer entsorgt, wo sie 200 Jahre bräuchten, um zersetzt zu werden. Auch die Schiffe selbst entsprächen nicht den hygienischen und technischen Vorschriften.

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