Anzeige bei Justiz

Fünf Millionen weg: Ex-Bankchef droht Haftstrafe

Kärnten
10.05.2010 21:52
Noch immer wird in St. Stefan im Lavanttal gerätselt, wohin die fünf Millionen Euro der örtlichen Raika verschwunden sind. Die Anzeige gegen den der Untreue verdächtigten Ex-Bankchef (für den die Unschuldsvermutung gilt) ist am Montag in der Post der Anklagebehörde gelegen. Diese muss jetzt entscheiden, ob eine Untersuchungshaft verhängt werden soll.

Noch immer wird in St. Stefan gerätselt: Wo sind die verschwundenen fünf Millionen Euro? Beim örtlichen Fußballklub? Bei einer Sekte? Oder hat sie der Ex-Bankchef in sein aufwendiges Leben inklusive seiner angeblichen Poker-Leidenschaft gesteckt? Die Antworten muss die Staatsanwaltschaft liefern.

Deren Sprecher Helmut Jamnig: "Die Anzeige ist erst bei uns eingelangt, wir prüfen sie jetzt. Es ist noch zu früh, über eine etwaige Untersuchungshaft zu sprechen." Eines steht aber fest: Dem Beschuldigten drohen im Falle einer Verurteilung bis zu zehn Jahre Haft. Diese Strafe steht nämlich auf Vermögensdelikte mit einem Schadensausmaß von 50.000 Euro aufwärts.

Den Beschuldigten dürfte das Auffliegen der Malversationen ziemlich mitgenommen haben – er liegt nach einem Kollaps im Spital.

von Fritz Kimeswenger, "Kärntner Krone"

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