23.08.2019 08:23 |

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Bakterien und Rost zerstören Wrack der Titanic

Die Natur nagt am Wrack der legendären Titanic: Zum ersten Mal seit vielen Jahren gibt es neue Aufnahmen des vor 107 Jahren auf den Meeresgrund gesunkenen Luxusdampfers. Teile des Wracks dürften demnach schon bald in sich zusammenbrechen, berichtet eine Expeditionscrew, der es bei fünf Tauchgängen mit einem U-Boot gelungen ist, in 3800 Metern Tiefe Videos der Überreste des Schiffes zu machen.

Bakterien, die sich durch die Schiffshülle fressen, Rost und Ozeanströmungen setzen dem Wrack demnach stark zu. Vor allem die Kabinen der Besatzung, darunter auch die Räume des Kapitäns, auf der Steuerbordseite seien stark betroffen, wie die Firma Atlantic Productions in London mitteilte.

Aufnahmen für Dokumentarfilm
„Das ganze Deck auf dieser Seite bricht zusammen ... und die Zerstörung wird weiter fortschreiten“, erklärte der Historiker Parks Stephenson der Produktionsfirma zufolge. „Die Badewanne des Kapitäns ist eines der Lieblingsmotive für Titanic-Liebhaber, aber die ist jetzt weg.“ Die neuen Aufnahmen sollen in einem Dokumentarfilm genutzt werden, wie Atlantic Productions erklärte.

Victor Vescovo, der eines der für die Tauchgänge genutzten U-Boote gesteuert hat, sagte demnach: „Es ist ein großes Wrack, ich war nicht darauf vorbereitet, wie groß es ist. Es war außerordentlich, es komplett zu sehen.“ Die Crew habe während eines Tauchgangs auch einen Kranz abgelegt, um der Opfer zu gedenken, erklärte die Firma.

Bekanntest Katastrophe der Seefahrt
Der Untergang der „Titanic“ ist die wohl bekannteste Katastrophe der Seefahrt: Nach der Kollision mit einem Eisberg auf seiner Jungfernfahrt von Southampton in England nach New York sank der Luxusdampfer in der Nacht auf den 15. April 1912.

Rund 1500 der mehr als 2200 Menschen an Bord kamen ums Leben. Das Wrack war 1985 südöstlich der kanadischen Provinz Neufundland auf dem Grund des Atlantischen Ozeans entdeckt worden.

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