23.08.2019 10:00 |

Redaktions-Besuch

Freizügiger Polit-Plausch mit Sebastian Kurz

ÖVP-Chef Sebastian Kurz in der Redaktion der „Salzburg-Krone“: Der Spitzenkandidat führt mit Journalisten ein Gespräch zwischen – im Fachjargon – „On und Off“. Er gewährt also Einblicke, aber eben nicht alle für die Öffentlichkeit bestimmt, plaudert dabei über seine Gefühlslage und bekräftigt politische Standpunkte.

Sebastian Kurz ist gewohnt locker, begrüßt die Mitarbeiter mit Handschlag. Da und dort ein kurzer Plausch, Flurtalk. Dann nimmt er Platz vor versammelter Redaktion. Chefredakteur Claus Pándi eröffnet das Gespräch, „vorstellen brauche ich ihn nicht“, sagt Pándi lächelnd.

Es entwickelt sich ein Gespräch zwischen politischer Diplomatie und persönlichen Details. Während Kurz aus dem Nähkästchen plaudert, liegen die Stifte am Tisch, unberührt. Nicht alles, was der türkise Parteichef in lockerer Atmosphäre preisgibt, ist eben für die Öffentlichkeit bestimmt.

Kurz erzählt erfrischend offen über die gescheiterte Koalition, über „Möchtegern-Skandale“, die ihn – wie er zugibt – auch ärgerten. Er verteidigt die Rolle der Sozialen Netzwerke in der Meinungsbildung, bekräftigt die Wichtigkeit von Klimaschutz und Wirtschaft als Themen im Wahlkampf.

Auf sein Lieblingsgetränk – Cola – verzichtet Kurz diesmal, schenkt stattdessen dem Chefredakteur ein. Mit seinem Wiener Schmäh sorgt er für Lacher. Die aktuellen Umfragewerte stimmen den ÖVP-Chef heiter.

Kritische Fragen beantwortet er gewohnt souverän – auch offiziell. Eine Dreier-Koalition halte er für denkbar, eine Neuauflage von Türkis-Blau für nicht ausgeschlossen, aber schwierig. Wahlziel: „So stark werden, dass sich eine Regierung ohne ÖVP nicht ausgeht.“ Nach einer guten Stunde verabschiedet sich Kurz - natürlich mit Handschlag bei jedem Mitarbeiter.

Felix Roittner
Felix Roittner
Magdalena Mistlberger
Magdalena Mistlberger
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