Da staunten die Beamten der Polizeiinspektion Mauerkirchen nicht schlecht, als sie am Montag vor ihrem Dienstgebäude eine Box fanden, aus der ein Miauen zu hören war. Unbekannte hatten auf die Weise einen jungen Kater „entsorgt“. Mitarbeiter des Tierschutzhofs Pfotenhilfe in Lochen kümmern sich nun um den vier Monate alten Findling.
„So skrupellos muss man erst einmal sein, einen kleinen Kater auszusetzen und dann auch noch in einer winzigen Box und direkt vor der Polizei“, wundert sich Pfotenhilfe-Chefin Johanna Stadler. Nach einem Anruf der Polizeiinspektion Mauerkirchen holte eine Mitarbeiterin des Tierschutzhofs Pfotenhilfe in Lochen den rund vier Monate alten Findling ab. Stadler befreite ihn von seinen vielen Flöhen und anderen Parasiten und nannte ihn – passend zum Vorfall – „Inspektor Leo“.
Wird zur Adoption freigegeben
Der Fundkater wird nun wird nun geimpft, entwurmt und gechippt und soll nach Ablauf der einmonatigen Fundfrist zur Adoption freigegeben werden. „Wenn er alt genug ist, muss er natürlich auch gesetzeskonform kastriert werden, um die Katzenflut einzudämmen“, erklärt Stadler.
Hohe Geldstrafe droht
Die Pfotenhilfe bittet um Hinweise, falls jemand den auffällig gezeichneten kleinen weiß-schwarzen Kater erkennt und damit Hinweise auf seine Halter geben kann. Am besten über das Kontaktformular auf www.pfotenhilfe.at.
„Die Leute werden immer dreister. Früher haben die Täter den ungewollten Nachwuchs ihrer illegal unkastrierten Katzen noch vor unserem Tor abgestellt, mittlerweile sogar schon vor der Polizei!“, wundert sich Stadler. „Es drohen Geldstrafen von bis zu 7500 Euro und unsere Kosten samt Tierarzt müssen natürlich auch ersetzt werden!“
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