Aschewolke zieht ab

Britischer und irischer Luftraum wieder frei

Ausland
06.05.2010 15:32
Der Luftraum über Großbritannien und der Republik Irland ist nach einzelnen Sperrungen in den vergangenen Tagen am Donnerstag wieder komplett geöffnet worden. Die Gefahr durch Vulkanasche aus Island sei gebannt, teilten sowohl die irischen als auch die britischen Luftfahrtbehörden mit. Die Wolke sei über Nacht Richtung Westen weitergezogen, sämtliche Flughäfen wurden in der Früh wieder geöffnet.

Die britische Behörde CAA warnte allerdings, dass die Asche auch in Zukunft immer wieder für Störungen im Luftverkehr sorgen könne. Seit Montag hatte die Vulkanwolke mehrfach zu Flugverboten über Schottland, der britischen Provinz Nordirland und der Republik Irland geführt. Am Mittwoch blieben etwa die Flughäfen in Dublin und Glasgow geschlossen. Der österreichische Luftraum war von dieser Aschewolke nicht betroffen.

6,5 Kilometer hohe Wolke
"Wissenschaftler verfolgen die Bewegungen der Wolke rund um die Uhr, aber ihre Position ändert sich ständig, je nachdem, wie stark die Vulkaneruptionen sind und welche Winde vorherrschen", sagte ein CAA-Sprecher. Der isländische Gletschervulkan Eyjafjalla spuckt seit Wochen Asche in die Luft.

Der Isländische Wetterdienst meldete weiterhin eine erhöhte Aktivität des Vulkans, die Aschewolke steige mittlerweile bis auf 6,5 Kilometer an: "Insgesamt gesehen sind die derzeitigen Ausbreitungsverhältnisse aber für den Europäischen Flugverkehr äußerst günstig."

Tagelanges Chaos im April
Zuletzt war der Luftraum über Irland und England am 22. April gesperrt worden. Damals stürzte der Eyjafjalla den europäischen Flugverkehr tagelang ins Chaos. Der Luftraum über Europa blieb für mehrere Tage gesperrt. Rund 100.000 Verbindungen fielen aus, etwa zehn Millionen Flugpassagiere saßen in ganz Europa an ihren Abflugorten fest. 

Nach Schätzungen der EU-Kommission hat die Luftfahrtbranche wegen der Streichungen bis zu 2,5 Milliarden Euro Kosten zu tragen. Fluggesellschaften hatten deshalb auch kritisiert, die Sperren seien zum Teil unnötig gewesen und die nationalen Behörden hätten sich zu schlecht abgestimmt.

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