Gewerkschaft fordert:

„Justizanstalt Asten braucht mehr Beamte“

„Asten kann man nicht mit anderen Haftanstalten vergleichen. Das Verhältnis zwischen Betreuung und Exekutive passt nicht“, so Justizwache-Gewerkschafter Norbert Dürnberger auf Beschwichtigung aus dem Ministerium. Dort sieht man keinen Personalmangel, 93,35 Prozent der Planstellen seien besetzt.

Das forensische Zentrum Asten ist erst seit 1. Jänner 2019 eine eigenständige Haftanstalt und bekam 22 zusätzliche Exekutivdienst-Planstellen zugewiesen. Derzeit, so eine Sprecherin des Justizministeriums, sind zwei Personaleinheiten unbesetzt. Zwei Justizwache-Schüler sollten ihre Ausbildung im Sommer abschließen, dann sollten ab Herbst alle Planstellen besetzt sein. Derzeit bezieht die Justizanstalt Asten Personalaushilfen aus anderen Anstalten.

Nicht genug nach Meinung von Gewerkschafter Dürnberger. „Es fehlen 20 Exekutivbeamte. Asten kann man mit der Haftanstalt Göllersdorf vergleichen. Die haben das gleiche Klientel, aber einen höheren Anteil an Justizwache. Dort funktioniert es.“ Dürnberger spricht sich auch für eine stärkere interdisziplinäre Zusammenarbeit von Justizwache und Pflegepersonal aus. Zum Beispiel bei der Besetzung der Wohngruppen. „Wir wissen aus der Praxis, dass es schon wirkt, wenn ein uniformierter Beamter anwesend ist.“

Als Mitglied im Zentralausschuss sitzt Norbert Dürnberger in jenem Gremium, das nach Übergriffen auf Beamte, Körperverletzungen unter den Insassen und Kinderporno-Funden die Abberufung des interimistischen Leiters in Asten fordert.Er sagt aber auch: „In Zukunft ist nicht nur das Ministerium gefordert, sondern auch die Politik, weil sie die finanziellen Mittel zur Verfügung stellen muss.“

Claudia Tröster, Kronen Zeitung

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