10.08.2019 08:32 |

Mehr Unfälle:

Handy am Steuer tabu - schärfere Kontrollen

Finger weg vom iPhone am Steuer! Gegen Handy-Sünder machen Verkehrsexperten mobil. Strenge Kontrollen kündigte der Landeshauptmannstellvertreter bereits an. Eine Schwerpunktaktion lief Freitag in Neusiedl am See. Besonderes Augenmerk legte die Polizei zudem auf Gurtenpflicht und richtige Kindersicherung.

Heftig kritisiert wird das Telefonieren beim Autofahren ohne Freisprecheinrichtung seit Jahren. 3300 Lenker wurden 2017 im Burgenland mit dem Handy am Steuer erwischt. Mehr als 4000 waren es 2018. Fachleute bekräftigen immer wieder die Forderung nach schärferen Strafen. „Wer beim Autofahren telefoniert oder sogar SMS schreibt, reagiert ähnlich schlecht wie ein Lenker mit 0,8 Promille“, wird gewarnt. Ein paar tausend Handy-Sünder in 12 Monaten sind für die Experten nur ein kleiner Bruchteil jener, die regelmäßig mit dem Mobiltelefon am Ohr hinter dem Steuer sitzen, wie der Leiter der Verkehrsabteilung, Andreas Stipsits, bestätigen kann. Eine Überprüfung auf Österreichs Straßen ergab, dass lediglich einer von 3000 Handy-Sündern bestraft wird. Auf strenge Kontrollen drängt Landesvize Johann Tschürtz.

„Ablenkungen wie das Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung zählen zu den Hauptunfallursachen“, betonte er bei der Schwerpunktaktion der Landesverkehrsabteilung auf der Seestraße in Neusiedl. „Darüber hinaus hat das Fahren ohne Gurt und das Fehlen einer guten Kindersicherung bei Unfällen schwere Folgen“, sagte der FP-Politiker. Geldbußen blieben nicht aus. An pflichtbewusste, rücksichtsvolle Autofahrer wurden hingegen als Dank kleine Geschenke verteilt.

Karl Grammer, Kronen Zeitung

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