8.000 Euro fehlen

Kassaprüfung nach Selbstmord – Ex-Obmann verdächtig

Burgenland
28.04.2010 17:23
Zur Trauer mischen sich jetzt Bestürzung und Fassungslosigkeit: Nach dem Tod des Tourismus-Obmannes in Bruckneudorf (Bezirk Neusiedl) wurde bekannt, dass der 66-Jährige seit 2008 Geld vom Konto des Vereins abgezweigt haben soll. Als eine Prüfung der Finanzbücher angesagt war, hatte sich der Familienvater das Leben genommen.

Fast zwei Jahre lang fand im Tourismusverein keine Kassakontrolle statt. Nie war der Verdacht aufgekommen, dass Geld abgezweigt werden könnte - erst nach dem tragischen Tod des Obmannes schauten sich die Mitglieder die Bücher und Konten des Vereins genauer an.

"Dabei wurde festgestellt, dass seit 2008 immer wieder Beträge abgehoben worden waren, wofür es keine Belege gibt. Insgesamt fehlen 8.000 Euro", erklärt die neue Tourismusobfrau Claudia Böhm. 

In Bruckneudorf wird nun gemunkelt, der Verstorbene sei spielsüchtig und hoch verschuldet gewesen. Böhm: "Wir haben die 8.000 Euro nun im Verlassenschaftsverfahren angemeldet."

von Tina Blaukovics, Kronen Zeitung

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