Streit mit BEGAS

Schuldenstand von Oberwart könnte um 52.000 € steigen

Burgenland
27.04.2010 17:08
Ein tiefes Loch ins Stadtbudget hat die Finanzaffäre in Oberwart gerissen – und der Schuldenberg wächst weiter: Die BEGAS fordert nun von der krisengebeutelten Gemeinde 52.000 Euro. Denn die Biomasseanlage im Industriegebiet hat weniger Abnehmer als zugesichert.

Auf mehr als 3,5 Millionen Euro wird der Schaden geschätzt, der durch nicht einkassierte Gebühren in Oberwart entstanden ist. Jetzt kommen immerhin noch 52.000 Euro dazu, die die BEGAS von der Stadtgemeinde will.

Fällig wird der Betrag, weil die Kommune vor Baubeginn der Biomasseanlage eine Abnahmegarantie abgegeben hat. Doch statt der zugesicherten vier Gigawatt Wärme werden tatsächlich nur 1,5 Gigawatt an Spital, Einkaufszentrum und Diesel-Kino geliefert. 

Weniger als gefordert will SP-Bürgermeister Gerhard Pongracz der BEGAS nun aber zahlen: "Ein vereinbartes Forschungszentrum wurde bis heute nicht errichtet", so sein Argument. Von der BEGAS heißt es dazu: "Es hat technische Probleme gegeben. Wir werden im August oder September so weit sein." Jetzt wird verhandelt.

von Tina Blaukovics, Kronen Zeitung

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