Zwölf Arbeits- sowie drei Expertengruppen waren mit der Erstellung des Programmes befasst. Der Startschuss dazu fiel bei einem Zukunftskongress in der Landeshauptstadt im Oktober 2009, auf den Veranstaltungen in den Bezirken und Gemeinden folgten. Im Zentrum der VP-Überlegungen stehen die Bereiche Wirtschaft, Jugend und Lebensqualität im Alter. Die VP bekenne sich auch zur EU und grenze sich damit von den anderen Parteien ab, so Steindl.
Langfristiges Ziel heißt Vollbeschäftigung
"Nur, wer besser wirtschaftet, schafft Arbeit", lautet etwa das Motto für den Bereich Wirtschaft: Zusätzlich zum Ziel, wonach es bis 2013 im Burgenland 100.000 Arbeitsplätze geben soll, strebe man langfristig auch das Erreichen von Vollbeschäftigung an. Bei der Bildung will die VP "statt Einfalt die Vielfalt forcieren". Man sage Ja zur Neuen Mittelschule, "aber ich möchte genauso das Gymnasium haben wie die Hauptschule", erklärte der VP-Chef.
Wichtig sei der Volkspartei auch der Ausbau bei der erneuerbaren Energie. Im Hinblick auf Energieeffizienz und Elektromobilität solle das Burgenland zur Modellregion werden. Unter dem Motto: "Fleißig sein muss sich lohnen", wird das Transferkonto unterstützt. "Wer arbeitet, darf nicht von Armut bedroht sein", so Steindl. Gleichzeitig bekannte er sich erneut zur Mindestsicherung. Im Sozialbereich lautet die VP-Botschaft: "Jeder soll zuhause alt werden können". Ermöglicht werden soll dies etwa durch Zentren, die betreutes Wohnen genauso anbieten wie stationäre Pflege. Sie sollen in einem ersten Schritt in den Bezirksvororten eingerichtet werden.
Wahlkampf der VP soll nicht mehr als 600.000 Euro kosten
Um die Gemeinden zu entlasten, tritt Steindl für Investitionen im Ausmaß von fünf Millionen Euro, die Abschaffung der Landesumlage und die "Eindämmung der Sozialbeiträge" ein. Gegen die Jugend-Arbeitslosigkeit will die VP mit 500 Startjobs und der Förderung der Lehrlingsausbildung durch die Gemeinden ankämpfen. Das Programm werde man "Punkt für Punkt nach dem 30. Mai abarbeiten", sagte Steindl. Den Wahlkampf wolle die Volkspartei "sehr kostengünstig" führen. Man werde dafür etwa 600.000 Euro ausgeben.
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