Neben dem Attentat am Kömmel sollen auch die Anschläge auf ein Denkmal des Kärntner Heimatdienstes in St. Kanzian und auf Hochspannungsleitungen von einem Angehörigen der slowenischen Volksgruppe mit dem Decknamen "Hanin" verübt worden sein. Der richtige Name fehlt.
Dafür findet sich in den Aufzeichnungen der Name von Matthäus Grilc, dem früheren Obmann des Rats der Kärntner Slowenen. Grilc weist die Anschuldigungen zurück.
Landeschef Gerhard Dörfler (FPK) will Innen- und Außenministerium einschalten, um die Causa restlos aufzuklären. "Sollte Grilc mehr als nur Mitwisser gewesen sein, ist die Rolle, die der Rat der Kärntner Slowenen mit Grilc und Rudi Vouk gespielt hat, zu hinterfragen. Dass Vertreter des Rates mit Jugoslawien Kontakt hatten, ist nicht überraschend. Sollte einer aber Aktivist gewesen sein, ist das eine andere Dimension."
Ortstafel-Gespräche sollen nicht belastet werden
SPÖ-Chef Peter Kaiser setzt sich für eine Aufklärung durch die Staatsanwaltschaft und die Staatspolizei beider Länder ein: "Ich halte nichts von Ausschüssen und Kommissionen." Er hofft, dass nicht Vergangenes mit Gegenwärtigem vermischt wird: "Das wäre in der Ortstafelfrage ein Schritt zurück." Ähnlich ÖVP-Obmann Josef Martinz: "Eine Historikerkommission soll Licht ins Dunkel bringen. Das soll aber nicht die aktuelle Diskussion belasten."
Ebenfalls für so eine Kommission spricht sich Stefan Petzner vom BZÖ aus. Rolf Holub von den Grünen erwartet, dass "einige Menschen Verantwortung werden übernehmen müssen". Die Sache werfe "ein interessantes Licht auf den slowenischen Geheimdienst."
von Waltraud Dengel ("Kärntner Krone") und kaerntnerkrone.at
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