Rinder werden krank

Bauern verärgert: Hundekot verätzt Futterwiesen

Kärnten
21.04.2010 10:50
Osttiroler Landwirte ärgern sich derzeit über Hundekot auf den Wiesen und Feldern. "Besonders jetzt in der Vegetationszeit verschärft sich die Situation!", poltert Bauernbundobmann Martin Mayerl. Vor allem die Flächen im Lienzer Talkessel seien von der Hundekot-Problematik arg betroffen. Die 20 Verbotstafeln, die hier schon aufgestellt wurden, haben bisher nur wenig genutzt.

"Viele Hundehalter wissen gar nicht, welche Schäden sie anrichten, wenn sie ihre Hunde in die Felder lassen. Durch den Kot wird das Futter unserer Tiere verunreinigt. Das Gras fressen sie nicht mehr. Es können sogar Krankheiten übertragen werden, vor allem Neosporose, die zum Abort bei Rindern führt", ist Martin Mayerl grantig über die Sorglosigkeit vieler Hundebesitzer. Denn wer glaubt, das "Hundegackerl" sei ein Dünger wie Mist, der irrt.

"Das sind zwei grundverschiedene Dinge. Die Kühe fressen ja nur Pflanzliches. Der Mist dient somit der natürlichen Düngung im Sinne der Kreislaufwirtschaft und fördert das Wachstum. Die Hunde fressen hingegen alles, was ihnen unterkommt. Hundekot verätzt die Grünflächen", informiert auch Martin Diemling, Leiter der Bezirkslandwirtschaftkammer Lienz. Wer übrigens mit seinem Vierbeiner erwischt wird, zahlt ordentlich: Strafen bis zu 2.200 Euro sind möglich. 

"Kärntner Krone" und kaerntnerkrone.at

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