16.07.2019 13:39 |

Tote bei Traktorunfall

Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet

Noch immer laufen die Erhebungen nach dem folgenschweren Traktorunglück in Bayern an der Grenze zu Vorarlberg, das zwei Kindern am Samstagabend das Leben kostete, auf Hochtouren. Nun wurden Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung aufgenommen, wie es am Dienstag hieß. „Es wird gegen unbekannt ermittelt, da zunächst geklärt werden muss, wem strafrechtlich ein Vorwurf zu machen ist.“

Wie berichtet, wird derzeit geprüft, ob sich bei dem Feldweg, auf dem sich das Unglück am Samstagabend abspielte, um Privatgrund oder einen öffentlichen Bereich handelt. Am Steuer des Traktors saß am Samstagabend ein 13 Jahre alter Bub. Auf Privatgrundstücken ist das zulässig, auf rechtlich-öffentlichem Grund muss der Lenker mindestens 16 Jahre alt sein und überdies einen entsprechenden Führerschein besitzen. Vorerst werden die Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung gegen unbekannt geführt, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Kempten mitteilte.

Kinder aus Schaufel geschleudert
Der 13-jährige Bub war, wie in der Vergangenheit häufig, mit dem Traktor unterwegs gewesen und mit drei weiteren Kindern im Alter von zehn, zwölf und 13 Jahren zu einer Spritztour aufgebrochen, die tödlich enden sollte. Die Kinder hatten in der Schaufel des Fahrzeuges Platz genommen, auf dem Feldweg kam es dann zum folgenschweren Unglück. Der Zehnjährige und die 13-Jährige wurden plötzlich aus der Schaufel geschleudert, stürzten auf den Weg und wurden vom Traktor überrollt. Für die beiden Kinder gab es keine Rettung mehr, sie kamen ums Leben. Die Zwölfjährige zog sich beim Unfall leichte Verletzungen zu.

Das Mädchen wie auch der 13-Jährige am Lenkrad standen nach dem Vorfall unter Schock, ebenso die Angehörigen der Opfer. Doch auch für die Einsatzkräfte waren die Bilder vor Ort nur schwer zu ertragen. Einige von ihnen werden, ebenso wie die Familien der Opfer, nach wie vor vom Kriseninterventionsteam betreut.

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