"Warum macht man denn so etwas?", will Richter Norbert Jenny von den beiden 20-jährigen Klagenfurtern wissen. "In diesen Automatencasinos ist doch nichts zu holen!" Die Angeklagten senken die Köpfe. "Es tut uns auch ziemlich leid – wir brauchten Geld und dachten, ein paar Tausender sind schon drin!" Doch diese Hoffnungen erfüllten sich nicht.
Als die zwei Räuber am 17. Februar des Vorjahres das Klagenfurter Lokal stürmten und die Angestellte mit täuschend echt aussehenden Spielzeugwaffen bedrohten, blieb die Frau unerwartet gefasst. "Schleicht’s euch!", schrie sie – und die erschrockenen Burschen gehorchten.
Burschen erkennen Aussichtslosigkeit
"Wir haben gemerkt, dass es doch aussichtslos ist", erklären sie jetzt. Und weil sich die Coups auf Casinos in Kärnten derart häufen, will die Justiz die Sinnlosigkeit solcher Unterfangen auch dementsprechend untermauern: Mit Haftstrafen von drei und vier Jahren fallen die nicht rechtskräftigen Urteile hoch aus.
"Nutzen Sie die Zeit", rät der Richter einem der Täter noch. "Ich schicke Sie in eine Jugendstrafanstalt, wo Sie endlich eine Lehre nachmachen können, damit irgendwann etwas aus Ihnen wird!"
von Kerstin Wassermann, "Kärntner Krone"
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