02.07.2019 06:00 |

Debatte um Sicherheit

Kärnten als Testregion für „Taxi-Drohnen“

Selbstfliegende Passagierdrohnen dürften schneller die Lufthoheit übernehmen als erwartet. Bei einem österreichisch-chinesischen Gemeinschaftsprojekt startet diesen Sommer die Serienproduktion von Flugtaxis, die ab 2021 in Kärnten den Betrieb aufnehmen sollen. Das Vertrauen in die Sicherheit ist aber noch gering.

Mit einem Roboter am Höhenruder von zu Hause in die Arbeit fliegen, per Linienverkehr vom Bahnhof in die Innenstadt schweben: Pilotenlose Drohnen gelten als eine der Lösungen gegen Verkehrslawinen und Staus am Boden. Und Kärnten will bei der neuen Mobilität vorne mit dabei sein. Landesrat Sebastian Schuschnig: „Wir wollen unsere Vorreiterrolle ausbauen.“

Geplant ist, dass ab 2021/22 die ersten Flugtaxis bei uns den Betrieb aufnehmen. Technisch ist der Zeitplan realistisch, wie ein Besuch beim Hersteller zeigt: Die Produktion der ersten 300 Drohnen startet im August, kündigt Andreas Perotti vom börsennotierten Flugzeugkomponentenhersteller FACC mit Sitz in Ried (OÖ) an.

„Klassische Verkehrsströme am Limit“
Die Software kommt vom chinesischen Unternehmen EHang. Perotti: „Die klassischen Verkehrsströme sind am Limit. Eine der Alternativen ist das Ausweichen in die dritte Dimension. Jetzt haben wir die Technologie. Es gibt Tausende Vorbestellungen.“ Der Preis für ein Flugtaxi wird zirka bei 500.000 Euro liegen. Später sollen die Geräte auch für Endkonsumenten leistbar werden und einzelne Fahrten gleich teuer sein wie eine Taxifahrt. Bis die Drohnen abheben, sind aber noch Fragen zu klären: Genehmigungen, Zertifizierungen, Betreiber fehlen. Das Funknetz für die Navigation muss adaptiert werden.

Wie eine Deloitte-Studie zeigt, ist das Vertrauen in die Roboter-Drohnen eher gering. 46 Prozent der Befragten haben Sicherheitsbedenken, 48 Prozent glauben, dass die Luftgefährte das Problem verstopfter Straßen auf dem Boden lösen.

Thomas Leitner
Thomas Leitner

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