Der PGA will demnach in den Gemeinden Arbeitskreise aufbauen, die an Projekten zur Gesundheitsförderung arbeiten, so Wolf. Das Besondere am Konzept sei, dass die Ideen direkt aus der Bevölkerung kommen und somit automatisch an die Bedürfnisse der Gemeinden angepasst sind. Das Angebot ist für die Kommunen kostenlos, zur Finanzierung steuern der Fonds Gesundes Österreich und das Land 210.000 Euro bzw. 100.000 Euro bei, so Gesundheits-Landesrat Peter Rezar (SP). Die Gebietskrankenkasse (BGKK) stellt zudem die Büroinfrastruktur zur Verfügung.
Suche nach gemeinderelevanten Themen
Beim "Gesunden Dorf" diene eine Auftaktveranstaltung dazu, für die Gemeinde relevante Themen zu finden. Dann würden Maßnahmen ausgearbeitet, die man umsetzen kann. Als nächstes werde anschließend ein Dreijahresplan erstellt. "Wir bieten 13 verschiedene Themen an, die den Gesundheitsbereich umfassen", erläuterte Wolf. Der Bereich Bewegung und Ernährung werde in jeder Gemeinde gewählt. Weitere Themenkreise betreffen etwa Erholung, Entspannung, medizinische Vorsorge oder die Psyche. Die ersten Arbeitskreise sind seit Herbst aktiv. Die meisten Projekte seien daher derzeit noch im Entstehen.
Um Nachhaltigkeit zu erreichen, sei die gemeinsame Betätigung wichtig, beispielsweise in Form einer Nordic-Walking-Gruppe. Bei den Ernährungsprojekten nehme sich die Bevölkerung eines Ortes vor, in einer festgelegten Zeit ein bestimmtes Gewicht abzunehmen. Dazu werden Maßnahmen wie Vorträge, Ernährungsberatung oder gemeinsame Bewegung abgehalten. Im Vorjahr hat der PGA mit der Betreuung von elf Gemeinden begonnen.
"Gesundes Dorf" Forchtenstein wird präsentiert
Am kommenden Freitag wird das "Gesunde Dorf" in Forchtenstein präsentiert. In die Initiative eingebunden sind auch der Kindergarten und die Volksschule sowie Ärzte, Vereine stellen ihre Aktivitäten vor. Die Bevölkerung wird mittels Folder über das Angebot sowie über Ansprechpartner informiert. Eine Auftaktveranstaltung gab es bereits im Juni vergangenen Jahres. Damals wurde die Bevölkerung eingeladen, mitzuarbeiten. Das Interesse sei sehr groß gewesen, so Bürgermeisterin Friederike Reismüller (SP).
Im Burgenland laufen verschiedene Programme zur Prävention. Bei der Teilnahme an der Vorsorgeuntersuchung liegen die Burgenländer mit 18,9 Prozent deutlich über dem Österreich-Schnitt von 12,2 Prozent.
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