U-Bahn-Zug evakuiert

Stromausfall auf neuer U2-Strecke simuliert

Wien
14.04.2010 15:33
Ein U-Bahn-Zug kommt infolge eines Stromausfalls auf der Wiener Donaustadtbrücke zum Stehen und muss evakuiert werden - dieses Szenario wurde am Mittwoch bei einer Großübung auf der noch nicht in Betrieb genommenen U2-Strecke Richtung Aspernstraße durchgespielt.

Etwa 280 Personen inklusive 20 Darstellern des Bundesheeres und des Roten Kreuzes nahmen am gut zweistündigen Einsatz teil. Übungsleiter Werner Hiller von der Magistratsdirektion Krisenmanagement und Sofortmaßnahmen sprach von einer "lehrbuchmäßigen Vorgangsweise".

Herausforderung wegen exponierter Einsatzstelle
Die Annahme stelle im Ernstfall eine besondere Herausforderung dar, da die Einsatzstelle über Wasser liegt und somit Verletzte nicht unter Zuhilfenahme von Drehleitern gerettet werden könnten, erklärte Hiller. Das bedeute längere Wege für die Einsatzkräfte - in diesem Fall bis zur nächstgelegenen Station "Donaumarina". Wichtig sei in jedem Fall, besonnen vorzugehen und keinerlei Sicherheitsschritte etwa bezüglich Stromabschaltung zu vergessen. Was das heutige Szenario betrifft, müsse man den Ablauf im Anschluss noch detailliert evaluieren, "aber ich habe einen sehr guten Eindruck", zeigte sich der Übungsleiter zufrieden.

"Folgen Sie den Anweisungen"
Die Notfallsituation sollte möglichst realistisch nachgestellt werden. "Wegen einer längerfristigen Störung müssen wir den Zug entleeren. Bitte bewahren Sie Ruhe, warten Sie auf die Einsatzkräfte und folgen Sie den Anweisungen", war demnach aus den Lautsprechern der Waggons zu hören, nachdem der Zug angehalten hatte. Gut eine halbe Stunde später lief die Evakuierung an. Bedienstete der Feuerwehr sicherten den Zug und halfen den Passagieren beim Ausstieg auf die Gleise.

Verletzte mittels Transportwagen evakuiert
Unter den Fahrgästen befanden sich auch fünf vermeintlich Verletzte, denen zuvor vom Team für "Realistische Unfall Darstellung" des Roten Kreuzes Wunden zugefügt wurden - freilich mittels Schminke. Sie wurden mit einem von Hand gezogenen Schienentransportwagen der Feuerwehr in die Station gebracht und dort weiter versorgt.

Ziel sei es nicht nur gewesen, für einen Ernstfall auf einer neuen Strecke noch vor deren Inbetriebnahme gewappnet zu sein, sondern zudem das Zusammenspiel respektive die Kommunikationsabläufe zwischen Wiener Linien und den unterschiedlichen Organisationen zu optimieren, so Hiller. Neben Sanitätsteams diverser Rettungsorganisationen nahmen Polizei, Berufsfeuerwehr (MA 68), Wiener Rettung (MA 70), Wiener Linien, Magistratsdirektion und der Presse- und Informationsdienst der Bundeshauptstadt (MA 53) an der Übung teil.

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