Verordnung geändert

Zweitwohnsitze werden zukünftig billiger

Kärnten
12.04.2010 18:03
Gute Nachrichten für Inhaber von Zweitwohnsitzen: Nach einer Änderung der Abgabenverordnung zahlen sie nun nicht mehr so viel an die Gemeinden. Allerdings werden die Kosten noch immer falsch berechnet. Fast alle Gemeinden verrechnen nämlich auch die Ortstaxe. Dabei müsste diese eigentlich abgezogen werden.

Monatlich 55 Euro hat ein Ehepaar aus Klagenfurt seit 2006 für seinen Zweitwohnsitz in Himmelberg bezahlt. Der ehemalige Richter hat sich an den Gemeinderat und später auch ans Land gewandt – und dort musste man zugeben, dass die Gemeinde viel zu viel berechnet hatte: "Es wurde uns ohne genaue Berechnung einfach die höchste Taxe vorgeschrieben. Ohne Rücksicht auf den Verkehrswert oder die Aufwendungen der Gemeinde."

Nicht so wie in Klagenfurt oder Krumpendorf, wo die Preise gestaffelt sind. "Man zahlt zum Beispiel weniger, wenn der Wohnsitz abseits der Hauptstraße liegt." Außerdem hat der Jurist, der jetzt nicht einmal mehr die Hälfte bezahlt, noch etwas herausgefunden: "Ganz stimmt die Rechnung noch immer nicht. Die Gemeinden dürften nämlich auch keine Ortstaxe einheben."

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