Im Burgenland gibt es rund 160 Berufsbilder, zwei Drittel der Jugendliche konzentrieren sich bei ihrer Wahl allerdings auf zehn Berufe, so Soziallandesrat Peter Rezar (SP). Bei den Mädchen liegt die Lehre zur Einzelhandelskauffrau auf Rang eins, bei den Burschen ist es der Kfz-Mechaniker. Dass es auch andere "starke Berufe" für Männer gibt, soll im Rahmen der Workshops des Boys Days den Jugendlichen nun näher gebracht werden.
Soziale Kompetenz binnen 80 Stunden verdeutlichen
Seit Juni sind die Mitarbeiter der Männerberatung der Caritas in 13 Schulen im Burgenland unterwegs, um über die Sozialberufe zu informieren. In 80 Stunden versuchen sie, den Burschen durch Spiele ihre soziale Kompetenz zu verdeutlichen. "Die Workshop-Leiter sind einschlägig: Pädagogen, Krankenpfleger, Männerberater, aber auch Männer aus der Wirtschaft, die in den Sozialberuf überwechseln wollen", so Schuster. Der Workshop besteht aus drei Teilen: Der Vorbereitung auf eine Sozialeinrichtung, deren Besuch und der Nachbereitung.
Den starken Mangel der männlichen Arbeitskraft betonte Caritas Direktor Markus Glatz-Schmallegger. Er wünsche sich in den Caritas-Einrichtungen mehr Männer. Sowohl als Pädagogen und Pfleger, aber auch als ehrenamtliche Mitarbeiter. "Unser Statement als Caritas ist: Soziales Lernen, soziales Arbeiten ist für unsere Gesellschaft von entscheidender Bedeutung. Gerade auch wenn man in die Zukunft schaut. Und dieses Statement vertreten wir auch sehr stark mit dem Boys Day."
Mitarbeiter für Altenwohn- und Pflegeheime gesucht
Unterstützt wird das Projekt auch von Soziallandesrat Peter Rezar (SP): "Ich hoffe, dass wir damit einen wichtigen, einen wertvollen Beitrag leisten können und dass sich sehr viele junge Burgenländer für Berufe im Erziehungs-, aber auch im Sozialbereich entscheiden." Für weitere, zukünftige Altenwohn- und Pflegeheime würde man zusätzliche Mitarbeiter benötigen, so Rezar. Außerdem sei diese Sparte auch für starke Männer eine tolle Berufschance.
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