Sa, 15. Juni 2019
25.05.2019 08:56

Blutiger Aufstand

Zahlreiche Tote bei Gefängnisrevolte in Venezuela

Bei blutigen Kämpfen in einem Gefängnis in Venezuela sind am Freitag mindestens 30 Häftlinge ums Leben gekommen. Weitere 26 Menschen wurden bei der Auseinandersetzung in Acarigua verletzt, darunter 19 Beamte. Die mit Pistolen und Granaten bewaffneten Insassen lieferten sich heftige Kämpfe mit der Polizei. Der Meuterei ging ein wochenlanger Konflikt voraus, denn offenbar durften die Gefangenen seit Ostern keinen Besuch mehr empfangen und erhielten deshalb auch immer weniger Lebensmittel. Zudem sollte ein Wortführer in eine andere Haftanstalt verlegt werden.

Die gewaltsamen Zusammenstöße begannen bereits am Donnerstag, nachdem ein junger Häftling ums Leben gekommen war. Anschließend brach ein offener Kampf aus, während der gesamten Nacht auf Freitag seien Schüsse und Explosionen zu hören gewesen, berichteten Beobachter.

Immer wieder brutale Gefängnisrevolten
In Venezuela sind viele Gefängnisse völlig überfüllt. In Acarigua beispielsweise waren zuletzt 540 Häftlinge untergebracht, obwohl die Anstalt nur auf 300 Insassen ausgelegt ist. Immer wieder kommt es deshalb zu blutigen Zusammenstößen. Im März vergangenen Jahres etwa kamen bei Krawallen in Carabobo im Zentrum des südamerikanischen Landes 68 Menschen ums Leben. 2017 wurden in einer anderen Haftanstalt im Bundesstaat Amazonas 39 Menschen getötet.

Tiefe Krise und erbitterter Machtkampf in Venezuela
Derzeit steckt Venezuela in einer tiefen wirtschaftlichen und politischen Krise. Staatschef Nicolas Maduro und der selbst ernannte Interimspräsident Juan Guaido liefern sich seit Monaten einen erbitterten Machtkampf. Viele Menschen hungern, die medizinische Versorgung ist weitgehend zusammengebrochen. Menschenrechtsgruppen berichten immer wieder von schweren Gewalttaten durch die staatlichen Sicherheitskräfte.

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