16.05.2019 11:29 |

„Immer noch Albträume“

Milla Jovovich musste im 5. Monat abtreiben

Model und Schauspielerin Milla Jovovich hat sich jetzt mit einer emotionalen Nachricht an ihre Fans gewandt. Auf Instagram schrieb die 43-Jährige erstmals über eine Not-Abtreibung, die sie vor zwei Jahren durchführen musste. Sie habe im fünften Monat der Schwangerschaft vorzeitige Wehen bekommen, als sie in Osteuropa einen Film gedreht habe. Bei dem Eingriff habe sie die ganze Zeit wach bleiben müssen.

„Es war einer der entsetzlichsten Momente, die ich jemals erlebt habe. Ich habe immer noch Albträume deshalb. Ich war alleine und hilflos“, schrieb Jovovich, die unter anderem in Filmen wie „Das Fünfte Element“ mitgespielt hatte, am Mittwoch auf Instagram. Dennoch habe sie keine Wahl gehabt, die Abtreibung sei nämlich medizinisch notwendig gewesen, so die 43-Jährige. 

„Hat mich viel Zeit gekostet, dieses Erlebnis zu verarbeiten“
Sie sei danach in eine regelrechte Depression gefallen, schrieb Jovovich weiter. „Es hat mich viel Zeit gekostet, dieses Erlebnis zu verarbeiten“, gab sie zu. „Ich legte meine Karriere auf Eis, ich isolierte mich monatelang und versuchte trotzdem, vor meinen zwei Kindern stark zu sein.“ Nur durch harte Arbeit habe sie schließlich den Weg aus der Depression gefunden. 

Milla Jovovich, die seit 2009 mit Regisseur Paul W.S. Anderson verheiratet ist und zwei Töchter hat, wollte eigentlich über dieses höchst private Erlebnis nie sprechen. Wegen der neuen Abtreibungsgesetze in den USA habe sie sich jedoch dazu entschlossen, damit an die Öffentlichkeit zu gehen, so die gebürtige Ukrainerin.

Denn in einigen US-Staaten, etwa Alabama oder Georgia, sollen Schwangerschaftsabbrüche nach der sechsten Schwangerschaftswoche verboten werden. Wer dann abtreibt, kann sogar mit Mordanklagen und Gefängnisstrafen rechnen, selbst nach Missbrauch oder im Falle einer Fehlgeburt. „Eine Abtreibung ist ein Albtraum“, ist sich Jovovich sicher. „Keine Frau möchte so etwas durchmachen, aber wir müssen für dieses Recht kämpfen, dass wir im Notfall eine sichere Umgebung für den Eingriff haben.“

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