Für 1,3 Mrd. Euro
Volvo-Verkauf an Chinesen unter Dach und Fach
Nach Angaben von Volvo unterzeichneten der Ford-Finanzvorstand Lewis Booth und dem Vorstand der Geely-Gruppe, Li Shufu, den Kaufvertrag. Geely wurde 1986 gegründet und fertigte anfangs Ersatzteile für Kühlschränke. Seit 1997 baut das Unternehmen auch Autos. Mittlerweile arbeiten bei Geely 12.000 Menschen, darunter 1.600 Ingenieure. Die Firma besitzt in China sechs Produktionsstätten für Autos.
Der schwedische Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt hatte im Dezember den angestrebten Verkauf begrüßt. Er äußerte die Hoffnung, dass Geely ein starker und langfristiger Partner werde und es möglich sei, einen Großteil der Produktion in Schweden zu halten. Der Volvo-Konzern wurde 1927 in Schweden gegründet.
China als größter Automarkt weltweit
Für die Pkw-Sparte arbeiten weltweit 22.000 Menschen, 16.000 davon in Schweden. Ford hatte Geely bereits im Oktober vergangenen Jahres als besten Kaufinteressenten für Volvo bewertet. China ist nach einem drastischen Einbruch in den USA der größte Automarkt weltweit geworden.
Mit einem Abschluss der Transaktion sei für das dritte Quartal zu rechnen. Durch den Zukauf stärkt sich Geely für seine internationale Aufholjagd mit europäischer Technologie. Das größte Privatunternehmen der Branche in China will den Hauptsitz, die Produktionsanlagen und das Forschungszentrum Volvos in Schweden belassen.
Chinas Branchenführer Geely ist seit langem auf der Suche nach moderner Technik, um seine Modellpalette aufzurüsten und stärker in den internationalen Wettbewerb einzugreifen. Technologisch klafft noch eine erhebliche Kluft zwischen den Autobauern der kommunistischen Volksrepublik und ihren ausländischen Konkurrenten. China hat die USA aber nicht zuletzt mit Hilfe staatlicher Subventionen in diesem Jahr als größter Automarkt überholt und dürfte diese Führungsposition im kommenden Jahr weiter ausbauen.
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