Missbrauch in Kirche
CH: Präsidentin will schwarze Liste pädophiler Priester
"Sexuelle Übergriffe an Kindern und Jugendlichen sind schockierend", so die Bundespräsidentin. "Wenn Priester, Lehrer oder andere Betreuungspersonen ihre Position und das damit verbundene Vertrauen ausnutzen, um Kinder und Jugendliche zu missbrauchen, ist das besonders verwerflich."
"Unterstehen Strafrecht, ohne Wenn und Aber"
Bei der Beurteilung solcher Taten mache es für Leuthard keinen Unterschied, ob die Täter aus der zivilen oder der geistlichen Sphäre kommen: "Beide unterstehen dem schweizerischen Strafrecht, ohne Wenn und Aber", betonte sie. Die Kirche habe "Mitwirkungspflicht", wenn es um die Einrichtung von Anlaufstellen für Opfer und um die konsequente Aufarbeitung der Fälle gehe.
Gemäß einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Demoscope möchte offenbar auch ein Großteil der Schweizer Bevölkerung, dass die katholische Kirche sexuell fehlbare Priester auf einer schwarzen Liste vermerkt. 80 Prozent der Befragten möchten demnach eine schwarze Liste, 14 Prozent sagten dazu "Nein". Die Schweizerische Bischofskonferenz steht einem derartigen Register skeptisch gegenüber.
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