Für Straßenbau:

S7: Ärger wegen Wasserverbrauch

Burgenland
24.04.2019 11:51
Porträt von krone.at
Von krone.at

Nur den Kopf schütteln kann Brigitte Küng aus Rudersdorf, wenn sie sieht, wie viel Wasser täglich direkt vor ihrer Haustür für den Bau der S 7 abgezapft wird. Jeden Tag stehen von früh bis spät Traktoren am Hydranten, um ihre Tanks zu füllen. „Hier wird Wasser für den Straßenbau verschwendet“, ärgert sich Küng.

Der Bau der Fürstenfelder Schnellstraße geht zügig voran. Am Herzstück, dem 2,9 Kilometer langen Tunnel Rudersdorf, wird derzeit mit Hochdruck gearbeitet. Die Traktoren, die täglich Wasser für den Bau holen, sorgen jedoch bei Anrainern für Ärger. „Das Wasser wird in rauen Mengen abgezapft“, hinterfragt Brigitte Küng die hohe Menge an kostbarem Nass, die aufgewendet wird. „Es muss endlich Schluss sein mit diesem Raubbau“, fordert die Rudersdorferin. Sie kritisiert auch den Bau der S 7: „Dadurch wird nur der Lkw-Verkehr mehr.“

Von der ASFINAG hieß es dazu, das Wasser werde dazu verwendet, um die Baustelle staubfrei und dadurch die Belastung für die Anrainer gering zu halten. „Wir haben einen eigenen Zähler, das Wasser wird selbstverständlich bezahlt“, erklärt ein Sprecher.

Christoph Miehl, Kronen Zeitung

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