29.03.2019 06:00 |

Um 350 Mio. Euro mehr

Nationalbank: Luxuspensionen werden noch teurer

Die Luxuspensionen, die den vor 1998 Eingetretenen in der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) zugesichert wurden, kosten das Unternehmen mehr als zwei Milliarden Euro. Jetzt stellt sich heraus, dass weitere 350 Millionen Euro dazukommen. Grund sind die höhere Lebenserwartung und die gesunkenen Zinsen.

Derzeit gibt es etwa 1300 Pensionisten nach altem Dienstrecht, die die OeNB rund 100 Millionen Euro im Jahr kosten. Weitere 350 Aktive werden in den nächsten Jahren in den Ruhestand treten. Erst jene, die ab 1. Mai 1998 eingetreten sind, profitieren nicht mehr von diesem System.

Insgesamt 2,8 Milliarden Euro für Luxuspensionen
Wenn man versicherungsmathematisch ausrechnet, welche Summe erforderlich ist, um die Luxuspensionen bis zum Ende auszubezahlen, kommt man auf die beachtliche Summe von 2,8 Milliarden Euro. Dieser Betrag hat sich im Vorjahr um 350 Millionen Euro erhöht.

Das hat zwei Gründe: Alle zehn Jahre werden die „Sterbetafeln“ an die gestiegene Lebenserwartung angepasst, das geschah 2018. Dazu kommt, dass die Rückstellungen in der Bilanz der OeNB wegen der Niedrigzinsen nicht mehr so viel Ertrag abwerfen wie früher.

Daher reicht die gebildete Pensionsreserve nicht mehr aus. Aktuell besteht eine Unterdeckung von 471 Millionen Euro. Selbst wenn man stille Reserven aus Immobilien dazunehmen würde, beträge das „Loch“ noch 390 Millionen Euro. Zwar zahlen die Pensionisten seit einer Gesetzesänderung 2015 eine Sonderabgabe, trotzdem wird die OeNB auf lange Sicht mehr Geld für diese „Altlasten“ brauchen.

Manfred Schumi, Kronen Zeitung

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