Im Dezember waren die beiden Unterkärntner Waffenhändler, die verdächtigt werden, die Camorra mit Waffen versorgt zu haben, verhaftet. Mehrmals berichtete die „Kärntner Krone“ über den schweren Verdacht gegen Vater und Sohn, die den Mafiosi Hunderte Waffen verkauft haben sollen - drei Mordanschläge sollen damit verübt worden sein. Erstmals bestätigt nun die Eurojust die umfassenden Ermittlungen.
Neben den zwei Festnahmen in Kärnten - Vater und Sohn wurden Ende Februar wieder freigelassen - kam es bereits zu 20 weiteren Verhaftungen. Die Ermittlungen in Italien hatten im Vorjahr nach Kärnten geführt. Die Eurojust - bei dieser Einheit im niederländischen Den Haag laufen die Fäden für eine grenzenlose Täterverfolgung zusammen - hatte die Einsätze koordiniert. Bei einer Aktion wurden Mitte Dezember des Vorjahres die beiden Unterkärntner Büchsenmacher festgenommen, die mehr als 800 Pistolen und Gewehre, 50 Kalaschnikows und Maschinengewehre aus Osteuropa samt Munition, aber ohne Seriennummern, verkauft haben sollen. Ihr Geschäft mit der Camorra hätte, so Eurojust, 2011 begonnen.
Gegen die Enthaftung der beiden Kärntner hat die Staatsanwaltschaft, wie die „Kärntner Krone“ berichtet hat, Rechtsmittel beim Oberlandesgericht Graz eingelegt.
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