157 Tage

Wir arbeiten fast ein halbes Jahr für den Staat

Wirtschaft
08.06.2004 17:00
Steuern und Abgaben an den Finanzminister verschlingen - rein rechnerisch - fast die Hälfte der Jahreseinkommen von uns Österreichern. Erst danach wirtschaften heimische Arbeitnehmer aber auch Unternehmer in die eigene Tasche. Seit dem 6. Juni darfst du dich über das Geld, das du verdienst hast, auch wirklich freuen – denn es gehört ausschließlich dir!
Für das Jahr 2003 ergab sich eine Abgabenquotevon satten 42,9 Prozent. Unter Abgabenquote versteht man jenenTeil des Lohnes, der an Vater Staat, bzw. an Finanzminister KarlHeinz Grasser abgeliefert werden muss. Insgesamt sind im Jahr2003 95,98 Milliarden Euro an das Finanzministerium geflossen.
 
Wofür du blechst
Einen beträchtlichen Teil der Abgaben verschlingtdie Sozialversicherung. Rein rechnerisch musst du für Arbeitslosen-,Kranken-, Unfalls- und Pensionsversicherung von Anfang Jännerbis Mitte Februar schuften. Mit deiner Arbeitsleistung finanzierstdu anschließend etwas mehr als zwei Wochen lang die staatlichenVerwaltungsinstitutionen. Danach folgen noch einmal rund 13 Tage,an denen dein Geld zur Abtragung der Staatsschulden verwendetwird. Dann wären da noch das Bundesheer, für das dufast drei Tage arbeiten musst und andere "Nebengeräusche".
 
Den Rest der 157 Tage zahlst du Einkommenssteuer,Mehrwertsteuer, Lohnsteuer, Umsatzsteuer usw. 
 
Auch die EU braucht Geld
Und noch eine Kleinigkeit gilt es zu beachten: Nachden 157 Tagen, in denen du dich für den österreichischenFinanzminister ins Zeug gelegt hast, musst du noch einmal dreiTage anhängen, denn schließlich muss auch die EU zuihrem Geld kommen... 
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