US-Präsident zu Brexit

Trump: „Ein zweites Referendum wäre unfair“

Ausland
14.03.2019 17:21
Porträt von krone.at
Von krone.at

US-Präsident Donald Trump hat sich einmal mehr in die Brexit-Debatte eingemischt und sich gegen ein denkbares zweites Referendum in Großbritannien ausgesprochen. Dies wäre „sehr unfair“ gegenüber jenen Bürgern, die für den Austritt aus der EU gestimmt hätten, sagte Trump am Donnerstag in Washington.

Der US-Präsident bezeichnete die entstandene Ungewissheit über den Brexit als „Schande“. Er sei „überrascht“ davon, wie schlecht die Verhandlungen zwischen Großbritannien und der Europäischen Union verlaufen seien. Er würde es begrüßen, wenn eine Lösung gefunden würde, sagte Trump bei einem Treffen mit dem irischen Regierungschef Leo Varadkar im Oval Office.

Kritik an Premierministerin May
Der US-Präsident sympathisiert mit den Brexit-Hardlinern in Großbritannien. Er hat die Verhandlungsführung von Premierministerin Theresa May gegenüber der EU bereits in der Vergangenheit kritisiert.

Er habe der Premierministerin früher „Ideen“ übermittelt, mit denen die Verhandlungen über den Brexit „erfolgreich“ verlaufen wären, sagte Trump. May habe nicht auf ihn gehört, „und das ist in Ordnung“. Präziser zu seinen „Ideen“ äußerte sich der US-Präsident nicht.

Abstimmung über Aufschub des Brexit
Das britische Unterhaus wird noch am Donnerstag über einen möglichen Aufschub des Brexit über das bisherige Austrittsdatum am 29. März hinaus abstimmen. Auch über ein mögliches zweites Referendum wird in jüngster Zeit in Großbritannien intensiver debattiert, nachdem bisher keine Lösung für das künftige Verhältnis zur EU gefunden wurde.

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