Keine Geduld mehr mit Hundebesitzern, die sich nicht an die Leinenpflicht halten, haben die Jäger in Mattersburg. Nachdem zuletzt drei Rehe gefunden wurden, die offenbar von einem frei laufenden Hund in den Tod gehetzt wurden, wollen die Waidmänner künftig rigoros vorgehen und jeden Verstoß zur Anzeige bringen.
Eines der Rehe war beim Auffinden in einen Zaun verfangen und musste vom Jäger von seinen Schmerzen erlöst werden. Weitere zwei wurden in unmittelbarer Nähe entdeckt, eines davon wies Bissspuren an einem der Hinterläufe auf. „Die drei Rehe sind eindeutig von einem Hund gejagt worden“, ist sich Jagdleiter Edi Jakubec sicher. Für ihn ist mit diesem Vorfall das Maß voll. Obwohl im Gemeindegebiet von Mattersburg die Leinenpflicht bestehe, würden sich manche Hundebesitzer nicht um diese kümmern. Auch wiederholte Bitten und Informationsschreiben der Jägerschaft hätten nicht gefruchtet.
„Die Besitzer nehmen den Hund an die Leine, und sobald ich weg bin, lassen sie ihn wieder frei. Jeder glaubt, dass sein Liebling das nicht macht“, ärgert sich Jakubec. „Wir wollen ein gutes Einvernehmen haben, aber das geht nur, wenn sich alle an die Regeln halten.“ Nur die wenigsten hätten ihr Haustier wirklich im Griff. Daher werde die Jägerschaft künftig jeden Hund, der frei herumläuft, an die Polizei melden.
Christoph Miehl, Kronen Zeitung
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