12.03.2019 06:00 |

Übergriffe

„Buben und Mädchen vor Gewalt in Familie schützen“

Wenn die Behörde bei Fällen von Gewalt an Kindern einschreitet, ist immer Feuer am Dach. Wie im Fall jener wohl überforderten Wiener Großfamilie, der das Jugendamt – wie berichtet – drei von vier Kindern abnehmen musste. Kein Einzelfall!

In der Schule fielen – wie berichtet – Verletzungen an der ältesten, beeinträchtigten Tochter auf. Der Verdacht wurde durch Aussagen der Geschwister erhärtet, denen großes Gewicht gegeben wird, weil sie oft unbewusst – obwohl selbst Opfer – ihre Eltern noch schützen.

Jährlich zehntausende Meldungen
Beim Magistrat 11 in Wien langen laut Expertin Herta Staffa jährlich an die zehntausend Meldungen ein. „Gut ein Fünftel davon bestätigen sich, und wir müssen die wehrlosen Buben und Mädchen vor Gewalt in der Familie schützen“, so die Sozialpädagogin. Etwa 500 Kinder werden den Eltern jährlich entzogen.

„Bringen Erziehungskompetenz bei“
Oft überfordert eine familiäre Situation die Beteiligten und bringt sie an die Grenzen ihrer Belastbarkeit. Misshandlungen sind keine Lösung. „Hier beziehen wir Stellung und setzen uns für die Schwächsten ein“, so Staffa. Es ist jedoch wichtig, den Kindern zu ermöglichen, den Eltern zu sein, sofern diese ihr Verhalten dauerhaft ändern. „Wir geben dabei Unterstützung und bringen auch Erziehungskompetenz bei“, so Staffa.

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Florian Hitz, Kronen Zeitung

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